Männer im Wasser
Männer im Wasser
Spielzeiten
Sonntag: 29.05.2011 um 11.00 UHR
Dienstag: 31.05.2011 um 20.30 UHR
Mittwoch: 01.06.2011 um 20.30 UHR
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Fredrik, arbeitsloser Redakteur und ambitionierter Freizeit-Sportler, steckt tief in der Midlife-Crisis. Die Ehe liegt in Scherben, seine Frau will die aufmüpfige Teenager-Tochter bei ihm abladen,
um ihrer Karriere nachzugehen und zu allem Überfluss ist es auch noch um die Zukunft seines heiß geliebten Hockeyteams schlecht bestellt.
Eine neue Herausforderung muss her! Aus einer Schnapsidee heraus eröffnet sich für Fredrik ein neues Betätigungsfeld: Synchronschwimmen. Zuerst glauben die Jungs aus seinem alten Hockey-Team an einen schlechten Scherz, aber Fredrik leistet harte Überzeugungsarbeit. Und nicht nur das: Kaum sind alle mit im Boot, träumt Fredrik, typisch Mann, auch gleich von der Teilnahme an den Synchronschwimm-Weltmeisterschaften in Berlin – als Schwedens offizielles männliches Team. Das Projekt unter dem Motto »Go for Gold« hat nur einen kleinen Schönheitsfehler – die Truppe hat keinen blassen Schimmer vom Synchronschwimmen…
»Wie kommst du aus deiner Midlife-Crisis raus? Entweder gar nicht, du lässt dich scheiden, findest eine neue Liebe, beginnst zu trinken oder fängst an zu schwimmen!«
Jane Magnusson

Mit einer Mischung aus ungezwungenem Humor und erfrischenden Charakteren inszenierte Regisseur Måns Herngren MÄNNER IM WASSER mit leichter Hand und verliert dennoch nie an Tiefe.
Denn Fredrik, ein Vater auf Selbstfindungskurs, erfährt erst im Halt durch Familie und Freundschaft,dass das Leben kein Einzelzeitfahren ist, sondern nur als Teamsport funktioniert. Herngren, der das Drehbuch in Zusammenarbeit mit der Synchronschwimmtrainerin Jane Magnusson geschrieben hat, widmet sich neben den diskriminierten Sportskanonen, die vorbildlich emanzipiert ihre feminine Seite entdecken,besonders der lebensnahen Darstellung einer chronisch kommunikations gestörten Vater-Tochter-Beziehung.
Da im ironischen Umkehrspiel mit der klassischen Rollenverteilung die Frauen hier generell das Sagen haben, muss auch Hauptdarsteller Jonas Inde als Fredrik mit seiner verbissenen Wettkampfeuphorie immer wieder hinter seiner taffen, im Leben stehenden Tochter Sara (Amanda Davin) zurückstecken.
Ein junges Mädchen versetzt ihre Vatergeneration in einen Zustand kindlicher Schwerelosigkeit – ein Bild für die Götter!
Die aufwendig inszenierten Wasserballett-Choreografien werden mit langen Kamerafahrten (Henrik Stenberg) über und unter Wasser in eine zauberhaft azurblaue Schwimmhallenromantik getaucht. Die Musik steuert die schwedische Indy-Rockband The Soundtrack of Our Lives bei. MÄNNER IM WASSER – eine synchrone Komödie über Männerfreundschaften in der Midlife-Crisis, Diskriminierung im Wasser und verzwickte Familienbeziehungen.
Der Fotojournalist L. B. Jefferies („Jeff“) ist nach einem Unfall durch ein Gipsbein an den Rollstuhl gefesselt. Aus Langeweile beobachtet er von seinem Fenster aus das Geschehen im Hinterhof einer Apartmentanlage in Greenwich Village. Das anfängliche Vergnügen über die Marotten seiner Nachbarn weicht allmählich einer obsessiven Neugier. Von seinem Zeitvertreib lässt er sich auch nicht durch die warnenden Ratschläge der Pflegerin Stella abhalten, die ihn zeitweilig betreut.
Fürsorglichen Besuch erhält Jeff zudem von seiner Verlobten Lisa Fremont, die als elegante Karrierefrau aus den vornehmen Stadtteilen New Yorks den charakterlichen Gegenpol zum abenteuerlustigen und an das einfache Leben gewöhnten Fotografen bildet. Immer wieder ist Lisa in hitzigen Diskussionen vergeblich bemüht, Jeff von seinen waghalsigen Reisen in ferne Länder abzubringen, um mit ihr gemeinsam ein bodenständiges Leben zu führen.
Aufgrund einer Hitzeperiode in der Stadt und der unbequemen Haltung im Rollstuhl findet Jeff eines Nachts keine Ruhe. Er bemerkt im Halbschlaf, dass einer der Anwohner – Thorwald, ein Vertreter für Modeschmuck von gegenüber – die Wohnung mehrmals mitten in der Nacht mit seinem Musterkoffer verlässt. Am nächsten Morgen ist dessen bettlägerige Ehefrau verschwunden. Mit einem Fernglas, später auch durch das Teleobjektiv seines Fotoapparats, beobachtet Jeff, wie Thorwald ein Messer und eine Säge in Zeitungspapier wickelt. Jeff berichtet Stella und Lisa von den verdächtigen Vorgängen und entwirft eine gewagte Mordtheorie. Lisa zeigt zunächst kein Verständnis, ändert aber schlagartig ihre Haltung, als sie mit eigenen Augen sieht, wie Thorwald einen großen Schrankkoffer mit Seilen verschnürt.
Am nächsten Tag sucht Jeff Rat bei Thomas J. („Tom“) Doyle, einem Freund aus gemeinsamen Kriegstagen, der bei der New Yorker Kriminalpolizei arbeitet. Höchst skeptisch verfolgt er Jeffs Schilderung der jüngsten Ereignisse, erklärt sich nach einigem Zögern aber bereit, inoffizielle Nachforschungen anzustellen. Zeugenaussagen scheinen Jeffs Vermutungen zu widerlegen, denn angeblich schickte Thorwald seine Frau mit der Bahn zur Erholung aufs Land. Nach der Ankunft schrieb sie von dort eine Postkarte. Der suspekte Schrankkoffer diente wohl lediglich zum Transport ihrer Kleider. Da die Handtasche mit Schmuck und Ehering seiner Frau aber nach wie vor in Thorwalds Besitz ist, gibt sich Lisa mit den Erklärungen nicht zufrieden. Ihre „weibliche Intuition“ findet bei Doyle jedoch kein Gehör und veranlasst ihn, nach einer von Sarkasmus begleiteten Diskussion seine Hilfe vorerst einzustellen.
Jeff und Lisa können ein paradoxes Gefühl der Enttäuschung nicht verbergen: Einerseits fühlen sie sich um die Früchte ihrer Detektivarbeit gebracht, andererseits nagt die kaum empfundene Erleichterung über das scheinbare Lebenszeichen des vermeintlichen Opfers an ihrem Gewissen. Der moralische Aspekt erhält besonderes Gewicht, weil beide im selben Augenblick den verhängnisvollen Verlauf eines Herrenbesuches bei der verzweifelt nach Zuwendung suchenden Anwohnerin Miss Lonely Hearts mit ansehen müssen.
Als Lisa die Vorhänge schließt, um sich Jeff im verführerischen Negligé zu präsentieren, ertönt plötzlich ein Schrei aus dem Hinterhof: Der kleine Hund eines älteren Ehepaares wurde mit gebrochenem Genick aufgefunden. Die gesamte Nachbarschaft erscheint an ihren Fenstern – nur Thorwald zeigt keine Regung. Jeff versucht, das Motiv für den Tod des Tieres herauszufinden, und stellt mit Hilfe alter Dias fest, dass einige Pflanzen in einem Blumenbeet nahe der Fundstelle innerhalb von zwei Wochen kürzer geworden sind. Möglicherweise hatte der Hund etwas ausgegraben und wurde vom Täter dabei ertappt. Um Thorwald aus seiner Wohnung zu locken, täuscht Jeff mit einem Brief und Anruf zwecks fingierter Geldübergabe eine Erpressung vor. Lisa und Stella graben daraufhin das Blumenbeet um, finden aber keine Anhaltspunkte für ein Verbrechen.

Lisa klettert entgegen der Absprache über die Feuertreppe und den Balkon durch das Fenster in Thorwalds Wohnung, um dort nach Beweisen zu suchen. Als Stella zurückkehrt, kann sie den über Lisas Leichtsinn entsetzten Jeff mit dem Vorschlag, Thorwalds Telefon klingeln zu lassen, falls dieser zurückkehrt, etwas beruhigen. Sie richten ihre Aufmerksamkeit dann aber auf Miss Lonely Hearts, die sich in selbstmörderischer Absicht eine Überdosis Kapseln zurechtgelegt hat. Jeff ruft umgehend die Polizei an, zögert allerdings mit der Meldung, weil das von einem benachbarten Songwriter gespielte Lied einen Sinneswandel bei der lebensmüden Frau bewirkt.
Durch diesen Nebenschauplatz werden Jeff und Stella von den sich dramatisch zuspitzenden Vorgängen in Thorwalds Wohnung abgelenkt. Schon kehrt Thorwald unverrichteter Dinge wieder nach Hause zurück und Lisa sitzt in der Falle. Sie versteckt sich, wird jedoch kurz darauf von Thorwald gefunden und in einen Kampf verwickelt. Als die Polizei eintrifft, lässt Lisa es in der anschließenden Befragung so aussehen, als sei sie eingebrochen, um sicher aus Thorwalds Wohnung zu entkommen. Vor ihrer Verhaftung zeigt sie mit dem Rücken zum Fenster stehend auf ihren Finger. Dort befindet sich Mrs. Thorwalds Ehering, den sie sich geistesgegenwärtig übergestreift hat, um wenigstens ein Beweisstück zu retten. Thorwald bemerkt dies, blickt an ihr vorbei in den Hof und entdeckt Jeff am Fenster gegenüber.
Jeff schickt Stella mit der Kaution auf den Weg zur Polizei, während er Doyle telefonisch über die neue Sachlage aufklärt. Der ist nun auch von Thorwalds Schuld überzeugt und verspricht, sich um Lisas Freilassung zu kümmern. Als Jeff bei einem erneuten Klingeln des Telefons in der Annahme, es wäre noch einmal Doyle, ohne eine Gegenstimmen zu hören mit “ich glaube Thorwald ist schon abgehauen” beantwortet, wird ihm bewusst, dass der anonym gebliebene Anrufer Thorwald sein könnte und er einer persönlichen Konfrontation mit ihm nicht mehr entgehen kann. In seiner eingeschränkten Bewegungsfähigkeit besitzt Jeff nur wenig Mittel zur Gegenwehr. Nachdem er sich eine Schachtel mit Blitzlichtbirnen seines Fotoapparates zurechtgelegt hat, steht Thorwald ihm wenig später im Halbdunkel gegenüber. Zu seinen Absichten befragt, antwortet Jeff zunächst nicht. Thorwald kommt näher, wird aber durch wiederholtes Blenden mit dem Blitzlicht aufgehalten. Er erreicht den Rollstuhl und drängt Jeff in Richtung offenes Fenster. In diesem Moment treffen Lisa, Stella, Doyle sowie weitere Polizisten ein. Thorwald wird überwältigt. Jeff aber findet an der Fensterbank keinen Halt mehr und landet nach dem unvermeidlichen Sturz in den Armen von zwei Polizisten.
Es ist wieder Tag – die Kamera schwenkt über alle Fenster des Hofes: Das ältere Ehepaar hat einen neuen Hund, Miss Lonely Hearts und der Songwriter finden zusammen. In Jeffs Wohnung schmökert Lisa – in Bluejeans und roter Bluse gekleidet – vordergründig interessiert im Reisebericht Beyond the High Himalayas, schlägt aber sichtlich begeistert das Modemagazin Harper’s Bazaar auf, als sie feststellt, dass Jeff – nun mit zwei Gipsbeinen im Rollstuhl sitzend – eingeschlafen ist.
Und weil der Film märchenhafte Züge trägt, steht der erfolgsverwöhnte Autor plötzlich vor der Tür der einfachen Verkäuferin. Das kommt so: Odette fährt zum ersten Mal zu einer Signierstunde. Sie möchte dem Mann, der ihr Leben verzaubert, so viel sagen, bringt aber nicht mal ihren Namen raus. Also schreibt sie ihm einen Brief. Den öffnet der gut aussehende Literat just im Augenblick einer existenziellen Krise. Von der Kritik als Kitschautor geschmäht, von der Ehefrau mit seinem ärgsten Feind betrogen, flieht er nach einem Selbstmordversuch aus der Psychiatrie und weiß nicht wohin. Damit gehen die Verwicklungen und Umschwünge erst richtig los, schließlich befinden wir uns mitten in einer Komödie.
Dienstag: 17.05.2011 um 20.30 UHR
Mittwoch: 18.05.2011 um 20.30 UHR
In Zusammenarbeit mit der VHS Bingen
