Aktuelle Informationen zum Programm
Der für nächste Woche im Programmheft angekündigte Film: Oskar und die Dame in Rosa entfällt aus verleihtechnischen Gründen.
Der für nächste Woche im Programmheft angekündigte Film: Oskar und die Dame in Rosa entfällt aus verleihtechnischen Gründen.

Anton lebt den Spagat zwischen zwei Welten: Mehrere Monate im Jahr rettet er als idealistischer Arzt in einem afrikanischen Flüchtlingscamp Menschenleben. Zuhause, in der Idylle der dänischen Provinz, muss er sich als engagierter Vater und Ehemann den Herausforderungen des Familienalltags stellen. Seine Ehe mit der Ärztin Marianne steht kurz vor dem Aus, als die innige Freundschaft seines Sohns Elias zu seinem einsamen Schulkameraden Christian eine lebensgefährliche Wendung nimmt und Anton vor die Frage stellt: Wie stark sind sein Glaube an die Gerechtigkeit und der Wunsch, seine Haltung zu bewahren?

Die dänische Erfolgsregisseurin Susanne Bier gilt seit ihren preisgekrönten Familiendramen ”Open Hearts”, ”Brothers – Zwischen Brüdern” und der Oscar®-Nominierung für ”Nach der Hochzeit” als einfühlsame und schonungslos ehrliche Expertin für emotionale und moralische Grenzsituationen. Nach ihrer Hollywood-Produktion ”Things we lost in the Fire” mit Halle Berry und Benicio del Toro in den Hauptrollen stellt sie mit IN EINER BESSEREN WELT nun erneutihr Fingerspitzengefühl unter Beweis, die unterschiedlichen Facetten im Umgang miteinander zu beleuchten.
Das Drama, das auf dem Internationalen Film Festival in Rom mit dem Marc’ Aurelio Grand Jury Award und dem Marc’ Aurelio Audience Award als bester Film ausgezeichnet wurde sowie in Sevilla die Preise für »Beste Regie« und »Bestes Drehbuch« erhielt, erzählt eindrucksvoll intensiv und zeitlos von Liebe, Rache, Gerechtigkeit und der Zerbrechlichkeit zwischenmenschlicher Beziehungen.
Als entfremdetes Ehepaar brillieren der schwedische Schauspielstar Mikael Persbrandt (”Die ewigen Augenblicke der Maria Larsson”, ”Kommissar Beck”) und seine dänische Kollegin Trine Dyrholm (”Das Fest”, ” In China essen sie Hunde ”). In der Rolle von Christians Vater zeigt Ulrich Thomsen (”Brothers – Zwischen Brüdern”, ”Adams Äpfel”, ”The International”) sein schauspielerisches Können als verschlossener Witwer.
Das Drehbuch schrieb Anders Thomas Jensen, einer der bedeutendsten dänischen Drehbuchautoren und Regisseure (”Flickering Lights”, ”Adams Äpfel”), in Zusammenarbeit mit Susanne Bier. Es ist nach ”Open Hearts”, ”Brothers – Zwischen Brüdern” und ”Nach der Hochzeit” bereits das vierte gemeinsame Projekt des produktiven Gespanns.
Sonntag: 20.11.2011 um 11.00Uhr
Dienstag: 22.11.2011 um 20.30Uhr
Mittwoch: 23.11.2011 um 20.30Uhr
Dienstag: 8.11.2011 um 20.30 UHR
Mittwoch: 9.11.2011 um 20.30 UHR
In Zusammenarbeit mit der VHS Bingen
Eine Frau zwischen zwei Welten Die Frau weint. Sie weint am Mittag, im Café. Sie weint am Abend noch immer, am Straßenrand. Und das in einer Komödie. Dann nimmt die Frau ein Buch in die Hand. Und auf der Heimfahrt im Bus, noch immer in die Lektüre vertieft, beginnt die Frau zu schweben: ganz im Wortsinn, einen halben Meter über dem Sitz.
Es ist nicht das erste Mal in diesem Film, dass sich Odette Toulemonde der Schwerkraft entzieht und den Weg nach oben sucht, himmelwärts. Doch eigentlich ist Odette eine ganz normale Frau. Wie ihr Nachname schon sagt: Toulemonde, wie jedermann. Frau Jedermann arbeitet als Verkäuferin in der Kosmetikabteilung eines Kaufhauses. Ihr Mann ist vor einigen Jahren gestorben, die beiden erwachsenen Kinder wohnen noch zu Hause: Rudy, der schwule Friseur mit seinen ständig wechselnden Bettgenossen, und Sue Helen, die arbeitslos rumhängt mit ihrem Freund. Der ist in der engen Wohnung einer zu viel.

Aber Frau Jedermann ist gar nicht Frau Jedermann, jedenfalls nicht nur. Sie ist irgendwie anders. Nicht allein, weil sie fliegen kann. Frau Jedermann lebt in zwei Welten, zwischen denen sie mühelos hin- und herschwebt. Wenn um sie herum das Alltagschaos tost, dann versprüht sie ungekünstelte Lebensfreude und hat für jeden das richtige Wort. Odette meistert ihr Schicksal dank der Kraft der Poesie, verkörpert in ihrem Lieblingsschriftseller Balthazar Balsan.
Und weil der Film märchenhafte Züge trägt, steht der erfolgsverwöhnte Autor plötzlich vor der Tür der einfachen Verkäuferin. Das kommt so: Odette fährt zum ersten Mal zu einer Signierstunde. Sie möchte dem Mann, der ihr Leben verzaubert, so viel sagen, bringt aber nicht mal ihren Namen raus. Also schreibt sie ihm einen Brief. Den öffnet der gut aussehende Literat just im Augenblick einer existenziellen Krise. Von der Kritik als Kitschautor geschmäht, von der Ehefrau mit seinem ärgsten Feind betrogen, flieht er nach einem Selbstmordversuch aus der Psychiatrie und weiß nicht wohin. Damit gehen die Verwicklungen und Umschwünge erst richtig los, schließlich befinden wir uns mitten in einer Komödie.
